Aktuelle Zahlen gehen von 1.719 Toten und 5.034 Verletzten aus. Rund 530.000 Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern an. Die jetzige Hilfslieferung umfasst unter anderem medizinisches Material und Ausrüstung zur Unterstützung der Notfallversorgung. Sie ergänzt die bereits angelaufenen Hilfsmaßnahmen des DRK in enger Abstimmung mit dem Venezolanischen und dem Kolumbianischen Roten Kreuz. Unterstützt werden sie durch die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Union sowie durch das Auswärtige Amt. Der Transport erfolgte mit Unterstützung der Bundeswehr vom Fliegerhorst Wunstorf.
Darüber hinaus verschickt es ein digitales Krankenhausinformationssystem das Red Cross and Red Crescent Health Information System (RCHIS). Das System soll die im Zulauf befindliche Notfallklinik des Spanischen Roten Kreuzes sowie gegebenenfalls das Notfallkrankenhaus des Finnischen Roten Kreuzes beim Patientenmanagement und bei der medizinischen Versorgung unterstützen.
„Gerade bei der Versorgung einer großen Zahl verletzter Menschen ist eine verlässliche Patientensteuerung und -dokumentation entscheidend. Mit RCHIS können medizinische Teams den gesamten Behandlungsprozess digital abbilden – von der Registrierung über die Behandlung bis zur Entlassung oder Überweisung. Das verbessert die Versorgung der Patientinnen und Patienten und erleichtert zugleich die Koordinierung der medizinischen Hilfe“, sagt Christian Reuter.
RCHIS ist das digitale Gesundheits- und Patientenmanagementsystem der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Es wurde von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK), dem DRK und weiteren Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften entwickelt. Das System bildet den gesamten klinischen Behandlungspfad digital ab und ersetzt die papierbasierte Dokumentation in Notfallkliniken und Notfallkrankenhäusern. Die Entwicklung von RCHIS wurde maßgeblich durch das Auswärtige Amt gefördert.
Ein Teil der Ausstattung, die nun für den internationalen Einsatz vorbereitet wird, war erst vor wenigen Wochen auf der INTERSCHUTZ in Hannover als Bestandteil des Rotkreuz-Feldkrankenhauses ausgestellt worden und kommt nun unmittelbar den Menschen im Erdbebengebiet zugute.
Das DRK steht weiterhin in engem Austausch mit dem Venezolanischen und dem Kolumbianischen Roten Kreuz sowie den Partnern der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, um die humanitäre Hilfe bedarfsgerecht auszuweiten. Weitere Unterstützungsmaßnahmen werden fortlaufend geprüft.
Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Venezuela
oder unter https://www.drk.de/erdbeben/
Das Deutsche Rote Kreuz in Gladbeck:
Das Deutsche Rote Kreuz Gladbeck ist ein breit aufgestellter Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation, ein sozialer Dienstleister mit Angeboten in Hausnotruf, Krankenfahrdienst, Tafelarbeit, Blutspende, Altkleidersammlung, Bevölkerungsschutz, Breitenausbildung und Ehrenamt.
Der eingetragene, gemeinnützige Verein mit 1400 Mitgliedern einer der größten Gladbecker Vereine.
Die 24 Stunden am Tag besetzte DRK-Zentrale liegt an der Europastr. in Gladbeck Brauck.
